Konzentrationsloch

19:19

Man könnte es mit den Worten eines davonfliegenden Ballons beschreiben: Die dünne Plastikschnur rutscht dir durch die Hände, entgleitet dir und bevor du es realisiert, schwebt der Ballon bereits in der Höhe, in der es dir unmöglich ist, ihn wieder in deinen Besitz zu nehmen. Aber schlussendlich ist doch genau das seine Bestimmung. In der Luft zu schweben ohne von jemandem zurückgehalten zu werden. Vielleicht denkt sich mein Hirn gerade das selbe. Denn egal wie sehr ich mich auch anstrenge, meine Konzentration auf den öden Wirtschaftsunterricht zu lenken, der sich seit gefühlten Wochen um die Finanzkrise im XX. Jahrhundert dreht und wendet, umso mehr gleiten meine Gedanken in tiefe Ecken meines Unterbewusstseins. Es ist eigentlich nichts Einschneidendes passiert in den letzten Wochen was meine Unkonzentriertheit derart rechtfertigen würde. Nun ja, vielleicht ist das nicht ganz wahr. Mein Herzschlag ist ziemlich unregelmässig seit einigen Wochen, und doch nimmt mich diese Situation nicht derartig ein. Möglicherweise ist auch nur aller Anfang schwer, schliesslich ist es mehr als ein halbes Jahr her, als ich das letzte mal in den Hörsälen sass. Und je öfter ich aus den Fenstern dieser Hallen starre, umso höher fliegt mein Ballon und umso mehr verschwindet er irgendwann im strahlenden Blau des Himmels.

PS: Ich bastle gerade an einem neuen Blogdesign auf einem neuen Anbieter. Mein Blog wird also demnächst umziehen. Just sayin...

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